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In einer groß angelegten Übung im Gewerbegebiet Ulbargen wurde von den Feuerwehren aus Großefehn am Donnerstagabend der Ernstfall geprobt. Geübt wurden die Förderung und der Transport großer Mengen Wasser über eine weite Distanz bis zur Einsatzstelle. Hierzu wurden mehr als zwei Kilometer Schlauch verlegt und sechs Lösch- und Tanklöschfahrzeuge eingesetzt. Zudem mussten in den drei Wasserförderstrecken vier Tragkraftspritzen als Verstärkerpumpen eingebaut werden.

Mehr als 3.000 Liter Wasser pro Minute abgegeben

Andreas Steenblock, Gemeindebrandmeister der Feuerwehr Großefehn erläutert dazu: „Eine Übung in solch einem Umfang haben wir bislang noch nicht durchgeführt. Es war ein Test, ob unsere vorhandene Löschtechnik den Aufgaben gewachsen ist. Über die drei Löschmonitore wurden zu Spitzenzeiten annähernd 3.000 Liter Wasser pro Minute abgegeben.“

„Das zeigt, dass wir in der Lage sind, einen Großbrand auch über weite Distanz mit ausreichend Löschwasser zu versorgen“, erklärt Einsatzleiter Hans-Jürgen Schütz von der Ortsfeuerwehr West-Mittegroßefehn/Ulbargen. „Die Technik ist allerdings auch notwendig in einer Flächengemeinde wie Großefehn, da die nächsten Hydranten oder Gewässer oft weit entfernt zum Einsatzort liegen. Außerdem wird unsere Technik für die Löschwasserversorgung auch überörtlich in der Kreisbereitschaft des Landkreises Aurich eingesetzt“, so Schütz.

Das Übungsziel wurde erreicht

Uwe Jex, stellvertretender Ortsbrandmeister der Wehr aus West-Mittegroßefehn/Ulbargen und Hayo Voss, stellvertretender Gemeindebrandmeister aus Ihlow, waren als Maschinistenausbilder des Landkreises Aurich vor Ort, um das Übungsszenario zu beurteilen. „Die Aufgaben wurden von den einzelnen Gruppen gut gelöst, das Übungsziel wurde erreicht“, so Jex, „sicherlich gibt es noch Kleinigkeiten zu verbessern, aber genau deshalb ist solch eine Übung auch so wichtig.“

Insgesamt waren fünf Feuerwehren mit sieben Lösch- und Tankfahrzeugen und mehr als 70 aktiven Mitgliedern aus den Ortsfeuerwehren Bagband, Spetzerfehn, Strackholt, Timmel und West-Mittegroßefehn/Ulbargen vor Ort.

Text und Bilder: Mario Rolfs, Pressesprecher Feuerwehr Großefehn