Teil III: Vom Tanklöschfahrzeug zum Jahrtausendwechsel

Ab 1968 – Das Tanklöschfahrzeug TLF 16 T

Einen weiteren großen Sprung nach vorne bezüglich der Ausstattung wurde im Jahr 1968 mit der Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges TLF 16T getan. Mit diesem Fahrzeug wurde die Grundlage für die positive Weiterentwicklung der Wehr in den nächsten Jahren geschaffen, da auf diesem Fahrzeug alle auch für den überörtlichen Einsatz gedachten Ausrüstungsgegenstände untergebracht wurden.

Das neue Tanklöschfahrzeug TLF 16 T

Das neue Tanklöschfahrzeug TLF 16 T

Im Jahr 1977 kam u.a. durch den Stromerzeuger, die Atemschutzgeräte, die Funkausrüstung, die hydraulische Schere, Tauchpumpe und Motorsäge ein Katalogwert von 320 000,- DM (inklusive der Fahrzeuge) zusammen.

Wie schon erwähnt, stellte der langjährige Ortsbrandmeister/Gemeindebrandmeister Ernst Stecker 1974 sein Amt zur Verfügung, um sich zukünftig voll auf seine Tätigkeit als Gemeindebrandmeister der Gemeinde Großefehn konzentrieren zu können. Ernst Stecker war auch 10 Jahre lang Unterkreisbrandmeister des damaligen Unterkreises V. Als Nachfolger wurde Manfred Ochsler am 21.Januar 1974 einstimmig zum Ortsbrandmeister gewählt. Zum Gruppenführer wurde das Feuerwehrmitglied Holzenkämpfer und zum Kassenführer Jan Bikker gewählt. Im Jahr 1976 wurde Manfred Ochsler zum Kreisausbildungsleiter gewählt. Weiterhin wurde Helmut Rolfs Gruppenführer des TLF 16T, Siegfried Müller Jugendwart und Martin Theesfeld Kassenwart.

Am 21. Januar 1977 erklärte Gemeindebrandmeister Stecker während der Jahreshauptversammlung, es dürften keine Bürger mehr in die Wehr aufgenommen werden, weil die Freiwillige Feuerwehr West-Mittegroßefehn die stärkste in der Gemeinde Großefehn geworden sei. Dies ist ein Erfolg Manfred Ochslers und bis zum damaligen Zeitpunkt einmalig in der Geschichte der Wehr. Bereits 1965 leitete er die neu gegründete Jugendgruppe, sozusagen als unbewusste Vorausleistung für sein späteres Amt als Ortsbrandmeister.

Aber es ist nicht alles Dienst, was in der Freiwilligen Feuerwehr West-Mittegroßefehn/Ulbargen geschieht: Gemeinsame Radtouren, Grillfeste, Maibaumaufstellen und ähnliche Anlässe für Frohsinn tragen zur Stärkung der Gemeinschaft in der Wehr bei. Insoweit unterscheiden sich die heutigen Feuerwehrmitglieder nicht von ihren Altvorderen von 1883, die ausweislich des Rechnungsbuches für die ehrwürdige Handdruckspritze alljährlich „Verzehrungen bei Sedanfeiern und bei Proben und Reinigung bei der Spritze“ geltend gemacht haben.

In der Jahreshauptversammlung vom 6. Januar 1978 konnte Manfred Ochsler die erfreuliche Mitteilung machen, dass die Wehr West-Mittegroßefehn zu einer der sieben Stützpunktwehren des Altkreises Aurich bestimmt worden ist. Durch Frau Bürgermeister Balsen wurde der Schlauchanhänger übergeben, der ganz in Eigenleistung erstellt wurde. Gemeindedirektor Kaufmann brachte erstmalig das Thema der Zusammenlegung von Feuerwehren auf die Tagesordnung, um Kosten bei der Ausstattung der Feuerwehren zu sparen.

Auszug aus den Protokollen:
  • Frühj.1969: Die Feuerwehr als Naturfreund: Die Kameraden richten in einem Sondereinsatz beim Hause Frühling das Storchennest wieder her.
  • 07.01.1970: Die Kameraden Brunken und Hemmen wurden für 25-jährige Feuerwehrzugehörigkeit vom Kreisbrandmeister mit einer Medaille und Urkunde geehrt.
  • 19.01.1970: 112 Personen spenden freiwillig ihr Blut während einer Blutspendeaktion der Feuerwehr
  • 22.05.1971: Brandmeister Stecker wird mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz ausgezeichnet.
  • 29.12.1972: Unterkreisbrandmeister Ernst Stecker verabschiedet die Wehren Weene, Hatshausen, Neuefehn und Jheringsfehn aus dem Unterkreis V.
  • 16.02.1973: Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof „Helgoland“ werden die Kameraden Johannes Tholen, Johann Brunken und Manfred Ochsler für besondere Verdienste durch Brandmeister Stecker geehrt.
  • 1973: Ausrichtung des Kreisfeuerwehrtages in Mittegroßefehn und Herrichtung des Jugendheimes als Unterrichtsraum;
    Manfred Ochsler wurde Ortsbrandmeister.
  • 10.02.1975: Kreisbrandmeister Schmidt zeichnet Kamerad Heie Lieutenant für dessen 25-jährige Feuerwehrzugehörigkeit mit der Ehrennadel und Urkunde aus.
  • An 49 Dienstabenden bereitete man sich durch Unterricht und Übungen auf den Ernstfall vor.
  • 06.01.1978: Die Kameraden Klaus de Wall und Christoph Kleemann wurden für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Der Vorsitzende des Bauausschusses Albert Kroon bedankte sich für die Einsätze und für die finanzielle Entlastung der Gemeinde durch den Eigenbau des Schlauchanhängers SA 400.
  • 05.01.1979: Der Gemeindebrandmeister verabschiedet den Kameraden Martin Theesfeld aus Altersgründen aus der aktiven Wehr, der er seit 1934 zugehörte.
  • 04.01.1980: Der Gemeindebrandmeister lobt die Wehr wegen ihrer 29 Einsätze im Jahre 1979 und freut sich über die niedrigen Ausrückzeiten der Wehr.
    Wolfgang Hannig wird einstimmig zum stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt.
  • 02.01.1981: Der Brandschutzabschnittsleiter Georg Ideus bedankte sich beim Ortsbrandmeister Manfred Ochsler für dessen Tätigkeiten auf Kreisebene als Ausbildungsleiter und rechte Hand bei Wettkämpfen.

1981 wurde ein Löschgruppenfahrzeug LF8 Opel gebraucht aus Ostenholz als Ersatz für den abgängigen Opel Blitz angeschafft.

1983 konnte dann das 100-jährige Bestehen der Feuerwehr gefeiert werden. Auch damals wurde das Kreisfeuerwehrverbandsfest zu diesem Anlass von der Freiwilligen Feuerwehr West-Mittegroßefehn ausgerichtet.

Von einer Fusion der Feuerwehren West-Mittegroßefehn und Timmel wurde wieder Abstand genommen.

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