Freiwillige Feuerwehr West-/Mittegroßefehn & Ulbargen

Teil IV: ab 2004 bis heute

Neues Tanklöschfahrzeug TLF 16/25

Große Freude herrschte über die Anschaffung von zwei neuen TLF 16/25 im Gesamtwert von über 330 000 € für die Ortsfeuerwehren Holtrop und West-Mittegroßefehn/Ulbargen. Die Fahrzeuge wurden durch je eine Gruppe der beiden Feuerwehren und Vertreter der Gemeinde, an der Spitze Bürgermeister Heyo Wolters, aus Weisweil (Baden-Württemberg) abgeholt. Das neue Fahrzeug wurde dann am 10.09.2004 auf einem Korso durch den gesamten Löschbezirk der Bevölkerung vorgestellt. Es schloss sich eine Feier im Feuerwehrhaus unter überwältigender Beteiligung der Bevölkerung an.

Übergabe der neuen Tanklöschfahrzeuge

Übergabe der neuen Tanklöschfahrzeuge

Wie schon ein paar Zeilen zuvor zu sehen ist, benutzt die Wehr ab dieser Zeit den offiziellen Namen West-Mittegroßefehn/Ulbargen. Hiermit soll die Zusammengehörigkeit mit der Ortschaft Ulbargen gestärkt werden.

In der Mitgliederversammlung vom 14.01.2005 hob der Ortsbrandmeister Ernst Hemmen in seinem Jahresbericht besonders die Fertigstellung des historischen Spritzenhauses 2004 hervor. In einem Zeitungsartikel hieß es dazu:

„Die alte Spritze hat ein neues Zuhause. Die Steine wurden 1851 gebrannt und von einer Familie aus Brockzetel gestiftet. Die Wehr hält auf Tradition. Sie hat schon nahezu einen Dorfplatz geschaffen und baut jetzt noch einen historischen Dorfbrunnen.“

Die Bauausführung war nur möglich durch viel Eigenarbeit, wobei besonders Focko Focken unzählige Arbeitsstunden geleistet hat. Dank gebührt auch den Sponsoren. Und dies bezieht sich nicht nur auf den Nachbau des Spritzenhauses. Rechtzeitig zur Maifeier wurde auch der Grillstand im Außenbereich fertiggestellt.

Auch bei der Gewerbeschau 2004 in Ulbargen ging es nicht ohne die Feuerwehren. Rund 270 Feuerwehrkameraden waren im Einsatz und übernahmen verschiedene Aufgaben wie Parkplatzeinweisung, Kassenbesetzung, Brandschutzinfomobil und die Stände der Jugendfeuerwehr.

Bei den Hilfeleistungseinsätzen konnte zwei Unfallopfern nicht mehr geholfen werden. Eine Motorradfahrerin verunglückte tödlich zwischen Ulbargen und Bagband. Durch einen besonders unverständlichen Unfall stürzte ein PKW auf der Timmeler Brücke über das Geländer ins Fehntjer Tief. Der Fahrer verlor sein Leben.

Der Außenbereich des Feuerwehrgebäudes wurde 2005 durch die Fertigstellung des Dorfbrunnens vervollständigt. Insgesamt 43 Mal wurde die Feuerwehr West-Mittegroßefehn/Ulbargen 2005 über die Funkalarmempfänger zu Brandeinsätzen oder Hilfeleistungen gerufen. Bei der Ausleuchtung der Unfallstellen war das neu angeschaffte Notstromaggregat mit einer Leistung von 8kVA von großem Nutzen. Um alle Aktivitäten rund um die Feuerwehr vor einem sicheren Hintergrund betreiben zu können, wurde zu Beginn des Jahres 2005 ein Förderverein gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wurde Manfred Ochsler gewählt. Die erste größere Aktivität des Fördervereins war die Ausrichtung eines Familienfestes beim Feuerwehrgebäude.

2006 wurde die Feuerwehr 34 Mal zu Brandeinsätzen oder Hilfeleistungen gerufen wurde. Bei einer Personensuche in Timmel konnte die gesuchte Person nur noch tot aus einem Gewässer geborgen werden. Einmal musste eine Katze aus einem Baum gerettet werden. Auf Gewässern mussten Ölsperren errichtet werden. Bei diesen Wassereinsätzen hat sich das aus Eigenmitteln neu angeschaffte Boot gut bewährt.

Im April 2006 hieß es dann zum zweiten Male innerhalb von vier Jahren „Hochwassereinsatz an der Elbe“. Mit der Kreisfeuerwehrbereitschaft waren die Kameraden an drei Tagen im Bereich Hitzacker im Einsatz.

Bereits 40 Jahre besteht die Jugendfeuerwehr West-Mittegroßefehn/Ulbargen. Dieses Jubiläum wurde am 17. September 2006 mit einem Tag der offenen Tür, der Schauübungen und Einblicke in die Arbeit der Jugendfeuerwehr bot, gefeiert.

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