Freiwillige Feuerwehr West-/Mittegroßefehn & Ulbargen

Zur Feuerwehr Ulbargen

Zum Löschbereich der Ortsfeuerwehr West-Mittegroßefehn/Ulbargen gehört logischerweise auch die Ortschaft Ulbargen. Dieses wird seit 2005 auch auf den Namenszügen auf den beiden Fahrzeugen berücksichtigt.

Die Freiwillige Feuerwehr Ulbargen existiert schon seit mehr als 50 Jahren nicht mehr, so dass es schwierig ist, mündliche Auskünfte zu erhalten. Es kann daher nicht geklärt werden, ob es sich in Ulbargen um eine selbständige Freiwillige Feuerwehr oder um einen Löschtrupp Ulbargen der Freiwilligen Feuerwehr Bagband gehandelt hat. Die alte Handdruckspritze, um 1950 von der Feuerwehr West-Mittegroßefehn nach Ulbargen verkauft, wird seit 1973 wieder von der Feuerwehr West-Mittegroßefehn/Ulbargen verwahrt und hat ein spezielles Gebäude erhalten.

Am 08.09.1934 meldet der Gemeindevorsteher Johann A. Siebens von Ulbargen an den Kreisfeuerwehrführer Christmann in Aurich, dass zehn Personen dem Feuerwehrtrupp Ulbargen angehören. Es handelt sich um:

  • Frerich Andreeßen
  • Wübbo Onken
  • Andreas Andreeßen
  • Bernhard Meinders
  • Georg Stromahn
  • Wilhelm Röben
  • Johann Müller
  • Wilhelm Müller
  • Heyo Müller
  • Garrelt Müller

Am 8. Januar 1935 teilt der Kreisfeuerwehrführer Christmann dem Provinzialfeuerwehrverband in Celle mit:

„…die Gemeinden Bagband und Ulbargen sind zu einem Feuerlöschverband zusammengeschlossen“.
( … ) In der Gemeinde Ulbargen befinden sich 9 Feuerwehrmänner.“

Am 12.02.1940 schreibt H. Meinders den Kreisfeuerwehrführer der Freiwilligen Feuerwehren in Aurich Christmann an. Er teilt ihm mit:

„Von den 7 aktiven Feuerwehrleuten der Gemeinde Ulbargen ist der Feuerwehrmann H. Hinrichs
zum Wehrdienst eingezogen. Die Feuerwehrleute Hermann Meinders und Wilhelm Müller können
jeden Tag eingezogen werden. Maschinisten zur Bedienung der Motorspritze ist einer da
(obwohl keine Motorspritze vorhanden ist). Kraftwagenführer sind keine da, doch der
Feuerwehrmann Wilhelm Röben möchte noch gerne zum Kraftwagenführer ausgebildet werden“

Am 12. Februar 1940 füllt der Löschmeister Meinders einen Fragebogen über die „Beschaffenheit der Feuerlöscheinrichtungen“ in Ulbargen aus. Der Ort weist 28 Hausnummern und 160 Einwohner auf. Siedlungsmäßig wird er als geschlossene Ortschaft mit zehn Einzelgehöften bezeichnet. Die Freiwillige Feuerwehr Ulbargen weist einen Löschtrupp auf, der stellvertretende Führer ist Hermann Meinders. Die Zahl der aktiven Feuerwehrleute beträgt sieben, der Altersabteilung gehören neun an. Als Wasserentnahmestelle wird der Spetzerfehnkanal angegeben. Zur Alarmierung ist ein Alarmhorn vorhanden.

Am 28. Mai 1940 wird der Bauer Frerich Andreeßen vom Landrat angeschrieben: Auf Grund „des Luftschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 ( … ) werden Sie hiermit zur Dienstleistung im Luftschutz und zwar zur Hilfeleistung im Feuerlöschdienst herangezogen. Zu diesem Zweck haben Sie sich nach näherer Anweisung des örtlichen Feuerwehrführers im Feuerlöschdienst ausbilden zu lassen und auch zusammen mit der Feuerwehr an der Bekämpfung von Bränden teilzunehmen.“
Diese Verpflichtung zur Dienstleistung und die vorhandenen Dienstbefreiungen aus gesundheitlichen Gründen und wegen beruflicher Verpflichtungen beweisen die angespannte Personallage dieser freiwilligen Feuerwehr in einer kleinen Ortschaft.
Nach einem Schreiben des Kreisbrandmeisters Christmann vom 27. Juli 1950 hat die Gemeinde Ulbargen eine eigene Feuerwehr aufgestellt und eine Handdruckspritze mit Schlauchmaterial angeschafft.

Am 29. Oktober 1950 wurde dann eine Freiwillige Feuerwehr zusammengestellt. Mitglieder sind:

  • Heinrich Siebens
  • Günther Tesch (eventuell Troff)
  • Hinrich Krüsmann jr.
  • Harm Apel
  • Jakobus Onken
  • Andreas Röben
  • Hermann Röben
  • Focke Andreeßen
  • Garrelt Müller jr.
  • Hermann Hinrichs
  • Siegfried Aden
  • Ewert Kaput
  • Theodor Hinrichs
  • Frerich Krüsmann
  • Wilhelm Röben

„Aus diesen 15 Mitgliedern ist Schmiedemeister Hermann Hinrichs als
Gemeindebrandmeister und Mechanikermeister Siegfried Aden als Stellvertreter gewählt.“

Offenbar sind weit mehr und andere Ulbarger Männer jetzt bereit, in der Freiwilligen Feuerwehr Dienst zu leisten als in den Jahren der NS-Herrschaft. Es ist personell ein klarer Neuanfang vorhanden.

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