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„Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen“, so das Szenario, welches es am vergangenen Mittwoch für zwei Gruppen unserer Wehr zusammen mit einer Besatzung des Rettungsdienstes des Landkreises Aurich im Ortsteil Ulbargen abzuarbeiten galt.

Möglichst realitätsnah und trotzdem lehrreich, das war der Ziel, welches sich die beiden Übungsleiter, Wolfgang Müller und Holger Saathoff gesteckt hatten. Denn es galt, die verschiedenen Aufgaben des Rettungsdienstes und der Feuerwehr miteinander abzuarbeiten. Immer im Vordergrund dabei: die möglichst schonende und professionelle Rettung der beiden Patienten aus dem Fahrzeug. Eingesetzt wurden dafür unser TLF 16/25, das LF 8 und ein Rettungswagen.

Nach einer kurzen Einweisung an der Einsatzstelle ging es los: die Mitarbeiter des Rettungsdienstes untersuchten die beiden Patienten und mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr wurde das weitere Vorgehen abgestimmt. Da weitere Rettungswagen nicht unmittelbar verfügbar waren, versorgte ein Trupp der Feuerwehr den Fahrer des Fahrzeugs, Zu Gute kam uns hierbei die erweitere Ausstattung mit einem Notfallkoffer, mit dem unsere rettungsdienstlich erfahrenen Mitglieder eine professionelle Erste Hilfe anwenden können. Dieser konnte nach entfernen der Tür und entfernen der Pedale mit unserem Spineboard aus dem Fahrzeug befreit und betreut werden.

Komplizierte Rettung des zweiten Patienten

Weitaus komplizierter gestaltete sich die Rettung des zweiten Patienten. Dieser war auf der Beifahrerseite eingeklemmt und musste möglichst schonend aus dem Fahrzeug befreit werden, da u.a. schwere Rückenverletzungen vermutet wurden. Nachdem der Patient vom Rettungsdienst stabilisiert werden konnte, wurde mittels hydraulischem Rettungsgerät (s.u.) zuerst das Dach des Fahrzeuges entfernt und dann der gesamte vordere Fahrzeugbereich mittels Rettungsstempeln nach vorne gedrückt. So wurde ausreichend Platz geschaffen, um den Patienten ohne weitere Verletzungen mittels Spineboard aus dem Fahrzeug zu befreien. Dieser wurde dann bis zum Übungsende im Rettungswagen weiter versorgt.

Im gesamten Übungsablauf wurde seitens der Feuerwehr darauf geachtet, dass möglichst Trupps mit erfahrenen und jüngeren Kameraden gebildet wurden, um den Lerneffekt zu erhöhen.

Sowohl die Mitarbeiter des Rettungsdienstes als auch seitens der Feuerwehr wurde die Übung als voller Erfolg gewertet, vor allem die Kommunikation untereinander wurde als wichtiger Faktor bei der erfolgreichen Rettungsarbeit gewertet.

Eingesetzte Rettungsmittel der Feuerwehr:

– Rettungsschere
– Spreizer
– mehrere Rettungsstempel
– Pedalschneider
– Halligan-Tool
– Glasmanagementkoffer mit Glassäge
– zwei Hydraulikaggregate
– Notstromaggregat
– Spineboard
– Notfallkoffer
– uva.

Bilder und Text: Mario Rolfs, Feuerwehrpresse Großefehn